07.- 21.08.05

Internationales TransGender FrauenLesben Baucamp

Ort: Gelände des ehemaligen Mädchenkonzentrations- und Vernichtungslagers Uckermark
antifaschistisches und antipatriarchales Camp für Lesben + Frauen + Transgender

Anmeldung möglich, Kontakt bei Interesse: uckermarkcamp@riseup.net


02.- 27.05.05

Ausstellung und Veranstaltungen in Göttingen

FrauenLesbenTransgender Arbeitskreis zum ehemaligen KZ Uckermark:

Ausstellung "Wir durften ja nicht sprechen. Sobald man Kontakt suchte mit irgendjemandem, hagelte es Strafen."
Ausstellung über das ehemalige Konzentrationslager für Mädchen und junge Frauen und spätere Vernichtungslager Uckermark
Ort: in der Blechtrommel. Untere Karspüle 4, 37073 Göttingen
Öffnungszeiten: Di u. Do 15.18h, Mi u. Fr. 16-19h, Sa u. So 13-16h.
Pfingsten geschlossen.


Montag, 02.Mai 2005 19:30 Uhr
Hohlbornsches Haus, Rote Str.4, 37073 Göttingen

Veranstaltung: Einführung in die Geschichte des "Jugendschutzlagers Uckermark"

Im Frühjahr 1942 wurde auf Anweisung der "Reichskriminalpolizei" das KZ Uckermark für Mädchen und junge Frauen in der Nähe des seit 1039 bestehenden Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück errichtet. Bis 1945 waren ca. 1200 Mädchen und junge Frauen dort inhaftiert. Die Haftgründe waren vielfältig, lassen sich aber als Ausgrenzung und Nichtanpassung an die nationalsozialistische Volksgemeinschaft zusammenfassen. Ein Großteil der dort inhaftierten Mädchen kam aus der Fürsorgeerziehung und war zur Entlastung der Fürsorgeheime und vor allem unter Ausnutzung ihrer Arbeitskraft unter dem Stigma "asozial" inhaftiert. In dieser Veranstaltung wird es um die Kontinuitäten der Fürsorge- und anderer Instanzen gehen, die Maßgeblich für die Inhaftierung der Mädchen und Frauen verantwortlich waren, um nicht geleistete Entschädigungen und um das Bemühen die Existenz dieses "vergessenen" Lagers bekannt zu machen, seine Geschichte zu erforschen und das Gelände in einen Gedenkort zu verwandeln. Seit 1997 fanden verschiedene selbstorganisierte FrauenLesbenTransgender workcamps statt. Sie haben dort u.a. Ausgrabungen durchgeführt, Fundamente ehemaliger Lasgerbaracken freigelegt und maßgeblich zum Bekanntwerden dieses Lagers beigetragen. Anhand von Dias zeigen wir die Ergebnisse der Sichtbarmachung des ehemaligen Lagergeländes und werden auch über die Entwicklung dieses Gedenkortes berichten.

Dienstag 10. Mai 2005 19:30 Uhr
Im Roten Buchladen, Nikolaikirchhof 7; 37073 Göttingen

Film:: "Was hat Hamburg mit euch Frauen gemacht?" Staatliche Fürsorge und ihre Folgen von der Weimarer Republik bis in die Gegenwart (mit anschließender Diskussion).
Referentin: Petra Vollmer, Mitarbeiterin der "Projektgruppe für die vergessenen Opfer des NS-Regimes in Hamburg e.V."

Dieser Film zeigt ein "vergessenes Kapitel" in der Geschichte deutscher Fürsorge, das sich im Nationalsozialismus abgespielt hat: nämlich die Geschichte der Verfolgung von Frauen aus sozialen Gründen, die Geschichte ihrer Unterbringung in Fürsorgeerziehungsheimen und Arbeitshäusern. Drei Hamburger Frauen erzählen ihr Schicksal als Kinder und Jugendliche in Hamburger Heimen. Ihre Geschichte steht stellvertretend für das Schicksal Tausender Frauen, die für den – bürgerlichen – NS-Staat bzw. für die Hamburger Fürsorge unerwünscht waren. Personelle und inhaltliche Kontinuitäten von der Weimarer Republik bis in die Bundesrepublik zeigen, wie sich der Hamburger Fürsorgeapparat 1933 ohne große Reibungsverluste in die NS-Ideologie integriert hat und nach 1945 ebenso zur Tagesordnung übergegangen ist. Dass die Denunziation, Ausgrenzung und Verfolgung von Frauen keine Besonderheit des Nationalsozialismus waren, zeigen die vergeblichen Versuche der drei Hamburgerinnen nach 1945 rehabilitiert zu werden.

Donnerstag 26.Mai 2005 19:30 Uhr
im DGB-Haus. Obere Masch 10, 37073 Göttingen

Veranstaltung zum Thema "Fürsorgeerziehung nach 1945" mit dem Film "Bambule" und anschließendem Gespräch mit Irene Goergens und Wienke Zitzlaff.
Im Film Bambule aus dem Jahre 1970 wird die damals vorherrschende Situation in "Fürsorgeheimen" dargestellt. Beschrieben wird die Enge und der Frust, den Jugendliche in dieser Zeit hatten. Bambule zeigt, wie Jugendliche versuchen, aus diesen Bedingungen auszubrechen. Außerdem wird die Hilflosigkeit dieser Zeit deutlich, die mit der "Verwahrung" Jugendlicher einherging. Als genau beobachtendes Sittenbild schildert die mit einem dokumentarischen Touch versehene Inszenierung in schwarzweiß Herrschafts- und Unterwerfungsrituale der ausgehenden 60er Jahre in einer staatlichen "Fürsorgeanstalt" für Mädchen. Jede Abweichung von der Norm wird hier rigoros bestraft. Doch "Gewalt erzeugt Gegengewalt", wie Ulrike Meinhof in einem Begeleittext zum Film formulierte. Geplanter Ausstrahlungstag war der 24. Mai 1970, da aber Ulrike Meinhof, die für das Buch verantwortlich zeichnete, 10 Tage zuvor in den Untergrund ging, setzte die ARD den Film "vorläufig" aus. Der Film blieb 24 Jahre lang in den Archiven, weil Ulrike Meinhof der späteren RAF angehörte. Erst 1994 wurde Bambule in den Dritten Programmen ausgestrahlt. Bambule steht für die Kritik am System und für die Auflehnung gegen die herrschenden Strukturen.


16.- 30.01.05

Veranstaltungsreihe
"Täterinnen des Nationalsozialismus "

Ort: Hermann-Elflein-Strasze 32, Potsdam
Programm der Veranstalterin: Asta Uni Potsdam - *Asta Gender Veranstaltungsreihe

16.01.2005 
Eröffnung der Ausstellung "Wir durften ja nicht sprechen. Sobald man Kontakt suchte mit irgendjemandem, hagelte es Strafen."
Ausstellung über das ehemalige Konzentrationslager für Mädchen und junge Frauen und spätere Vernichtungslager Uckermark
Öffnungszeiten:
Montag ab 19.30
Mittwoch, Freitag und Sonntag 16.00-20.00
Eintritt frei

16.01.2005 
Vortrag von Katja Limbächer: "Das Mädchen-KZ in der Uckermark und die Täterinnen"

17.01.2005
Vortrag von Franka Maubach: "Die ,Helferinnengeneration' im ,Osteinsatz'" ? Expansion des Selbst und Säuberungen des Anderen"

24.01.2005
Vortrag zweier Referentinnen vom antifaschistischenfrauenblockleipzig: "Frauen als Täterinnen im Nationalsozialismus und die Frauenforschung"
Kaum Erreichbare, ihr!
27.01.2005
"Die Ermittlungen" von Peter Weiss
Filmaufzeichnung eines Theaterstückes welches in Anlehnung an die Protokolle des Auschwitzprozesses entstanden ist.
30.01.2005
Ein Gespräch mit einer Zeitzeugin und Widerstandskämpferin aus Ravensbrück


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